Soziales Lernen

Soziales Lernen

In der Vor- und Unterstufe stehen vor allem die Förderung des Spielverhaltens, ein erstes Regellernen (Spiel- und Gesprächsregeln, Konfliktlösungsregeln) und die Entwicklung des „Ich-Bewusstseins“ sowie die Förderung eines Gemeinschaftsgefühls im Focus der Lernangebote zum Erwerb sozialer Kompetenz.

In der Mittelstufe erweitert sich dieses Lernangebot vor allem rund um den Komplex „Pubertät, Sexualität, Freundschaft“ und das Erlernen von Strategien, um sich gegen Missbrauch und Gefahren schützen zu können.

Diese Themenkomplexe werden in der Ober- und Berufspraxisstufe noch erweitert um die Lernfelder „zukünftige Eingliederung in die Arbeits- und Berufswelt“ und bisher erworbene Kompetenzen werden gefestigt.

Im Verlauf des ersten Schulbesuchsjahres werden für alle Schüler/innen die Schul- und ergänzende Klassenregeln eingeführt. Selbstverständlich werden auch die Eltern einbezogen. Den Schüler/innen und Eltern wird die Schulordnung der Vorgebirgsschule erläutert und die Unterschriften von Schüler/innen, Eltern und Lehrer/innen bekräftigen die Bemühungen, diese Schulregeln einzuhalten.

Grundlegend sei hier auch auf das Basispapier „Umgang mit Regelverstößen“ verwiesen, das Schüler/innen, Lehrer/innen und Eltern und Heimbetreuer/innen den roten Faden vermittelt, anhand dessen das soziale Miteinander im Fall von Regelverstößen geregelt wird.

Nachfolgend sind die Schulregeln aufgeführt

„Umgang mit Regelverstößen“

Ausgangslage

Die Schülerschaft an der Vorgebirgsschule ist gekennzeichnet durch eine große Heterogenität. Vor allem der Anteil der Schüler mit Verhaltensauffälligkeiten, deren Verhalten teilweise gravierende Auswirkungen auf den Schulalltag hat, macht es erforderlich ein einheitliches von allen getragenes Konzept zu erarbeiten.

Klare und eindeutige Orientierungen sind Bausteine für eine gute soziale Kultur

  • Unsere Schulregeln müssen von allen im Schulteam gemeinsam getragen werden
  • Regelverstöße haben Konsequenzen – zeitnah (denn: eine Regel, für die ich nicht bereit bin eine Konsequenz folgen zu lassen, muss gestrichen werden!)
  • SuS müssen die Regeln und Konsequenzen kennen und wissen, dass sie auch konsequent von allen eingesetzt werden
  • Erste Reaktion auf einen Regelverstoß : SuS auf Regelverstoß unmittelbar ansprechen / SuS müssen auf ihr Fehlverhalten hingewiesen werden: keine "Kultur des Wegschauens“
  • Bei schweren Verstößen (z.B. Beleidigungen) muss das Klassenteam informiert / hinzugezogen werden

"Leitfaden" bei Regelverstößen

  • Blickkontakt
  • Klare und unmittelbare Ansprache / Gebärde
  • Ruhig und ggf. mehrmals an die Regel erinnern, ("wie heißt die Regel")
  • „Wieder gutmachen" einfordern (z.B. sich bei anderen entschuldigen)
  • „Richtig machen" einfordern (z.B. Spucke aufwischen, Türe noch einmal leise schließen etc.)
  • Wenn SuS ihr Fehlverhalten nicht einsehen, dann - Team, Schulleitung einbeziehen / klare, kurzfristige Krisenintervention
  • Team einbinden und informieren / mit dem Schüler bzw. der Schülerin getroffene Absprachen weitergeben
  • Maßnahmenkatalog (bei schweren Verstößen):
  1. Wiedergutmachung / Entschuldigung einfordern
  2. Auszeiten in Partnerklassen
  3. Auszeiten bei Schulleitung
  4. Info an Eltern / Heim
  5. ggf. schriftliche Auseinandersetzung vom SuS fordern
  6. SuS abholen lassen, ggf. nach Hause schicken
  7. Vom Unterricht ausschließen (befristet)
  8. ggf. Einsatz der Polizei

Schulgesetz § 53 (Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen)

  • Bei Verstoß gegen das Handyverbot muss das Handy von den Eltern abgeholt werden.

Deeskalierende Maßnahmen

  • Klare, transparente Strukturen
  • "klare Linie mit Herz" – freundlich zugewandt
  • Positives Verhalten ansprechen / loben!
  • Durch "Zusatzaufgaben" deeskalierend wirken (freundlich gehaltene Aufgaben)
  • Passende körperorientierte Angebote
  • Gewaltprävention (in Zusammenarbeit mit der Polizei/ ab 14 Jahre)
  • Fallbesprechungen

Die Schulordnung und der Vertrag kann hier heruntergeladen werden.

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