Übergang Schule - Beruf

Übergang Schule - Beruf

Die folgende Grafik gibt einen Überblick:

Schaubild Übergang Schule - Beruf

1. Berufliche Orientierung im Unterricht

In der Unterrichtsgestaltung finden sich Unterrichtsthemen mit berufsbezogenen Inhalten regelmäßig wieder.  Gegen Ende der Mittelstufenzeit haben die Schüler die Möglichkeit, sich im Projekt „Zukunftswerkstatt“ mit ihren Wünschen und Zielen für die nähere und weitere Zukunft auseinanderzusetzen. Im Rahmen des Berufsinformationstages erhalten die Schüler Anregungen von ihren älteren Mitschülern, die ihre Erfahrungen aus den verschiedenen absolvierten Praktika vorstellen.

In der Ober- und Berufspraxisstufe werden im Unterricht die Praktika vor- und nachbereitet und wichtige Fähigkeiten, wie z.B. Mobilität oder das Erkennen von Gefahrenquellen am Arbeitsplatz trainiert.

Am Berufspraxisstufentag beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler der Ober- und Berufspraxisstufen an einem Vormittag in der Woche ausschließlich mit Unterrichtsinhalten, die grundlegende Fertigkeiten auf verschiedenen beruflichen Feldern vermitteln sollen. In beiden Stufen wird hier klassenübergreifend gearbeitet. Die Schüler erwerben hier Fähigkeiten in den Arbeitsbereichen Holz, Metall, Wäschepflege, Hauswirtschaft und Büroarbeiten. Schüler mit komplexen Behinderungen arbeiten in der TEACCH- Gruppe. Hier trainieren die Schüler das Arbeiten nach Plan in einem sehr strukturierten Umfeld, das ihnen Halt und Sicherheit bei ihrer Tätigkeit vermitteln soll.

Zusätzlich zum Berufpraxisstufentag wird in Projektgruppen der Schulkiosk geführt und der Brötchenservice organisiert. Neben vorbereitenden Arbeiten und dem Verkauf der Ware führen die Schüler Inventurlisten, erstellen Abrechnungen oder preisen ihre Ware auf Werbeplakaten an.

2. Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern

Agentur für Arbeit

Jeder Schüler und seine Eltern bzw. Erziehungsberechtigten erhalten in den Räumen der Vorgebirgsschule mindestens eine ausführliche Berufsberatung durch einen Reha- Fachberater der Agentur für Arbeit Bonn. Bei Bedarf kann auch ein Lehrer, ein Vertreter der Bonner Werkstätten oder des Integrationsfachdienstes an den Beratungsgesprächen beteiligt werden. Hier werden auch organisatorische Hilfestellungen, Beantragung von Arbeitsfördermaßnahmen, Integrationshilfen etc. besprochen. Für Schüler, deren nachschulische Perspektive auf dem ersten Arbeitsmarkt liegt, werden im Rahmen von Berufswegekonferenzen weitere Schritte der beruflichen Zukunft gemeinsam geplant und anschließend umgesetzt.

Bonner Werkstätten

Alle Schüler durchlaufen in dem Jahr vor ihrer Entlassung ein zweiwöchiges Praktikum in den Bonner Werkstätten (Werk Beuel mit Berufsbildungsbereich, Gartenbaubetrieb in Bonn- Dransdorf, vor allem aber in den Werken in Hersel und Meckenheim, die für die meisten Schülerinnen und Schüler als zukünftige Arbeitsstellen in Betracht kommen). In der Regel erhalten die Schülerinnen und Schüler auch vorher schon die Möglichkeit, in einem einwöchigen Schnupperpraktikum die Arbeitswirklichkeit in den Werkstätten kennenzulernen. In den Praktika können Vorstellungen, Wünsche und Möglichkeiten für die berufliche Zukunft vertieft und konkretisiert werden. Im Rahmen der Praktikumswochen ergeben sich für interessierte Eltern und Angehörige immer wieder Gelegenheiten zu Informationsgesprächen und Betriebsbesichtigungen. Die Praktika in den Bonner Werkstätten werden von den Lehrerinnen und Lehrern der Vorgebirgsschule vorbereitet, begleitet und ausgewertet.

Integrationsfachdienst (IFD)

Mitarbeiter des Integrationsfachdienstes bieten aufbauend auf einer Analyse der individuellen berufsspezifischen Fähigkeiten von Schülern Berufsberatung und Praktikumsbegleitung an. Die Praktika finden auf dem ersten Arbeitsmarkt oder in Integrationsbetrieben statt. Hier können Erfahrungen gesammelt, Berufswünsche entwickelt und mit den realen Gegebenheiten abgeglichen werden, sowie Kontakte zu potentiellen Arbeitgebern geknüpft werden. Zusätzlich bieten die Mitarbeiter des IFD in Kooperation mit den Klassenlehrern für einzelne Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit einer persönlichen Zukunftskonferenz. Hierzu lädt der Schüler Personen aus seinem direkten Lebensumfeld ein, die einen Unterstützerkreis bilden und ihn bei Fragen der individuellen Zukunftsgestaltung unterstützen.

Praktikumsbetriebe

Im Rahmen der beruflichen Orientierung bekommen einzelne Schüler die Möglichkeit, erste Erfahrungen auf dem ersten Arbeitsmarkt zu sammeln. Dabei arbeiten wir mit Betrieben aus unterschiedlichen Branchen zusammen (z.B. Lebensmittelgeschäfte, Baumärkte, Handwerksbetriebe, Hotels, etc.).

Die Betriebe liegen im günstigsten Fall in der näheren Umgebung des Schülers. In Vorgesprächen werden die Mitarbeiter des Betriebs auch für Besonderheiten unserer Schüler sensibilisiert. Betriebspraktika werden je nach individuellen Voraussetzungen und Gegebenheiten flexibel organisiert und können hinsichtlich ihrer Dauer stark variieren.

Bei der Durchführung der Betriebspraktika sind wir sehr auf die Kooperation mit Eltern und Erziehungsberechtigten angewiesen, die ihre Kinder bei der Praktikumssuche und Organisation unterstützen sollten.

3. Zusammenarbeit mit Eltern und Erziehungsberechtigten

Eltern sind immer mit dazu aufgerufen, sich aktiv an Maßnahmen zum Erwerb größerer Unabhängigkeit und Selbständigkeit zu beteiligen um damit auch möglichst vielseitige berufliche Perspektiven ihrer Kinder mitzuentwickeln:

  • Unterstützung und Training selbständiger Besorgungen und Fahrten (Einkäufe, Bank, Post, Bus, Bahn, Orientierung auf Fahrplänen)
  • Information über berufliche Möglichkeiten, gesetzliche Bestimmungen, Integrationshilfen
  • Hilfe bei der Suche nach geeigneten Praktikumsstellen, Kontakte zu möglichen Arbeitgebern

 

4. Vernetzung mit außerschulischen Partnern:
  • Mitarbeit im Arbeitskreis "runder Tisch Berufsorientierung" in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis
  • Teilnahme der Berufskoordinatoren an der LVR-Fortbildungsmaßnahme Übergang Schule/Beruf

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