Dort hieß es dann erst einmal: Koffer ausladen und richtig zuordnen. Na, welch`ein Glück bei dem Koffersalat vorm Bus, dass da jedes Gepäckstück einen Namensanhänger hatte. Als Belohnung für das gemeinsame Anpacken beim Ausladen gab es ein köstliches Mittagsbuffet, bei dem unsere Schüler*innen mitunter auch dreimal zulangten. Danach war erst einmal Zimmersuche und Koffer auspacken angesagt. Wie schön ist es da doch, ´mal kein Bett beziehen zu müssen wie in einer Jugendherberge!  Man nächtigte schließlich in einem Hotel auf einem Gutshof. Dafür hatten unsere 3 großen und 2 kleinen Appartements ganz witzige Namen wie Buchsbaum, Ilex, Lorbeer, Zypresse und Zeder. Nach einer kurzen Pause  mit Probeliegen auf den Betten (größten Teils Boxspringbetten!) ging es mit neuer Energie und gekleidet mit dem Globi-Motto-T-Shirt zum Fotoshooting vor das alte Herrenhaus. Anschließend wurde dann die Hotelanlage erkundet - vor allem der für uns in unmittelbarer Nähe liegende Spielplatz sowie die Kleintiergehege mit Kaninchen, Ziegen, Hausschweinen und Hühnern. Schnell entwickelte sich eine sehr enge Freundschaft zwischen 2 Schweinen namens Frederick und Piggeldy sowie Basti Fantasti. Mindestens einmal täglich wurden die beiden Schweine von Sebastian aufgesucht und herzlich begrüßt.

Nach einer Menge von Eindrücken ging es wieder zurück auf die Appartements. Dort nahmen wir gemeinsam unser Abendbrot ein, welches uns täglich geliefert wurde: Schnittchen bis zum Abwinken! Das Frühstück und das Mittagessen gab es immer in Buffetform im Restaurant gemeinsam mit den anderen Hotelgästen. Leider waren wir dort schnell nicht mehr so willkommen, da sich einige Gäste über unsere Schüler*innen am Buffet beschwert hatten, wie wir dann erst im Nachhinein vom Chef erfuhren. Schließlich bekamen wir ab Mittwochmorgen ein separates Frühstücksbuffet in einem anderen Raum und eine andere Essenszeit für die Mittagsmahlzeiten, wodurch wir uns leider ein wenig isoliert fühlten. So kann dann auch Inklusion aussehen oder nicht!? Nichtsdestotrotz fühlten sich unsere Schüler*innen wohl, fanden sich recht schnell in der großen Hotelanlage zurecht und hatten bald die Ställe mit den Pferden entdeckt. Dort ging es am Dienstagnachmittag zum ersten Mal auf Entdeckungstour. Neben Katzen und Hunde gab es dort auch zwei witzige Hängebauchschweine, die vor allem ein besonderes Interesse bei Florian, Sura, Mohammed und Sebastian auslösten.

Ab jetzt hieß es jeden Nachmittag von 14 bis 16 Uhr Pferde striegeln, Hufe auskratzen, auf die Außenreitanlage bringen und anschließend reiten. Besonders vorteilhaft war es da, dass wir Frau Zwilling als Pferde- und Reitexpertin an unserer Seite hatten, so dass wir ziemlich unabhängig von den Angestellten des Reiterhofes agieren konnten. Man staune nicht schlecht: Alle Schüler*innen - ohne Ausnahme - saßen vom ersten Nachmittag an auf einem Pferd und waren sichtlich stolz auf ihre Leistung – eben die „Elite“! Neben dem Reiten waren alle Schüler*innen auch mindest einmal an einem Vormittag im Hotelschwimmbad, verwöhnten sich anschließend im Saunabereich durch ausgiebiges Duschen sowie Aufwärmen in der Rotlichtwärmekabine. Ein besonders nettes Erlebnis mit Hotelgästen ergab sich, als Clara-Marie, Mohammed, Benite und Sebastian an einem Wassergymnastik-Angebot teilgenommen hatten. Die Trainerin ging super auf die Bedürfnisse unserer Schüler*innen ein und integrierte auch die anderen Hotelgäste so, dass alle äußerst zufrieden aus diesem Sportangebot gingen. So kann Inklusion auch aussehen!

Die Schüler*innen, die gerade nicht im Schwimmbad waren, tobten sich entweder auf dem Indoorspielplatz aus, fuhren Kettcar bzw. Roller auf dem Hotelgelände oder erkundeten den Heuboden neben den Kleintiergehegen. Ausgiebige Spaziergänge in der Umgebung der Hotelanlage waren auch fast täglich vormittags oder nachmittags nach dem Reiten auf der Tagesordnung. Wenn man sowohl die Schüler*innen als auch die Betreuer*innen der Robert-Wetzlar-Schule endgültig auspowern wollte, dann waren insbesondere die Spaziergänge mit Herrn Rittershaußen zu empfehlen. Spätestens am Donnerstagnachmittag waren einige Schüler*innen so sicher auf dem Pferd, dass sie sogar teilweise freihändig ritten und sich im „Trab“ versuchten. Besonders unser Cowboy Nuri überraschte durch sein selbstsicheres Auftreten mit dem Pferd. Aber auch Maurice, Sebastian, Julia, Benite und Mohammed trauten sich das „Traben“ mit den Pferden zu.  Respekt!

Neben diesen erfreulichen Erlebnissen zählten auch noch der Grillabend sowie das Lagerfeuer zum besonderen Ereignis am Donnerstag. Leider musste das Gegrillte im Restaurant verzehrt werden auf Grund der unsicheren Wetterlage. Dafür wurden wir mit einem milden und trockenen Abend belohnt, so dass wir noch lange draußen am gemütlichen Lagerfeuer sitzen konnten. Grundsätzlich war das Wetter aber in Ordnung – mitunter wurden wir sogar „gebrendet“ wie Maurice beim Kartenschreiben auf der Terrasse feststellte: „Die Sonne blendet und brennt.“ Morgens war es oft nebelig und bis auf Donnerstagnachmittag (Nieselregel) hatten wir trockenes, mildes Herbstwetter.

Ein besonderer Höhepunkt war am Freitagnachmittag die Kutschfahrt bei strahlendem Sonnenschein mit 28 Jecken auf engstem Raum bei Kaffee, Kakao, Tee und Kuchen. Besonders Sabrina hatte einen Heidenspaß! Der Eventnachmittag wurde dann noch zum Abschluss in der abendlichen Disko im Appartement „Buchsbaum“ fortgesetzt. Also Motto: Disko, Disko, Disko! bis alle erschöpft ins Bett fielen. Das war dann auch unsere letzte Nacht auf Gut Landegge bis es dann am nächsten Tag hieß „Tschüss!“. Durch unseren supercoolen Busfahrer „Momo“ genossen wir Globetrotter einen fast VIP-ähnlichen Abgang, der durch persönliches Begrüßen sowie durch millimeternahes Abholen vor den Appartements seinen finalen Abschluss fand. Leider hatten wir bei der Rückfahrt nicht so viel Glück wie bei der Hinfahrt, da wir von einem Stau in den nächsten schlidderten. Und so erst mit zweistündiger Verspätung am Samstagnachmittag in Alfter eintrafen.

Mit Pferdegeruch, gesunder Gesichtsfarbe, jede Menge Stroh im Gepäck aber auch mit großer Freude auf das Wiedersehen mit der Familie und den Betreuern kehrten die „Elite-Reiter“ am Samstag, dem 30. September 2017, wohlbehalten zurück und wurden von ihren Angehörigen sehnsüchtig und mit großer Neugier im strömenden Regen in Empfang genommen. Die Fahrt in diesem Jahr war wieder durchaus gelungen, sehr interessant– was das Thema Inklusion angeht – durch viele neue freundschaftliche Beziehungen zwischen den Schüler*innen und ihren jungen Betreuer*innen gekennzeichnet, so dass am letzten Tag durchaus auch Tränen geflossen sind,  geprägt durch ein tolles Gruppengefühl, welches die Zufriedenheit aller Mitreisenden widerspiegelte.

Es war einfach nur elitemäßig toooooooooll  !

Moin Moin Haren!

Fotos zu unserer Tour findet ihr hier ...

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